PREDIGT zum Sonntag Kantate
Shownotes
Musik ist - das legen uns auch die Psalmen nahe - offenbar von jeher ein fester Bestandteil des Gottesdienstes in Israel. Sie ist ein verbindendes Element und führt die Gemeindeglieder zusammen. (...)
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00:00:14: Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen.
00:00:25: Amen!
00:00:27: Unser heutiger Predigtext erstet geschrieben im zweiten Buch der Chronik in dem fünften Kapitel Diverse zwei bis fünf und zwölf bis vierzehn.
00:00:47: Da versammelten Salumu alle ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der sieben Israeles in Jerusalem.
00:01:01: Damit sie die Lade des Bundes des Herrn hinaufbrechten aus der Stadt David.
00:01:09: Das ist Zion!
00:01:12: Und es sammelten sich beim König
00:01:15: alle
00:01:16: Männer Israel zum Fest, das im siebenden Monat ist.
00:01:22: Und es kamen alle ältesten Israels und die Leviten hoben die Lade auf und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, was in der Stiftshütte war.
00:01:40: Es brachten Sie hinauf die Priester Und alle Leviten, die Sänger waren – nämlich Asaf Gehmand und Yedutun und ihrer Söhne und
00:01:54: Brüder –
00:01:56: angetan mit feiner Leinwand.
00:01:59: Standen östlich vom Altar Mit Zimbeln, Saltern und Harfen Und bei ihnen Hundertzwanzig Priester Die mit Trombeten bliesen Und es war, als wäre es einer der Trombetete und Sänge.
00:02:21: Als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn.
00:02:27: Und als sich die Stimme der Trompeten Zimbeln- und Seitenspiele erhobt, und man den Herrn
00:02:35: lobte,
00:02:37: Er ist bütig und seine Barmherzigkeit wird ewig!
00:02:43: Da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke als das Haus des Herrn, sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke.
00:02:58: Denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.
00:03:06: Ja?
00:03:08: Da kam die Wolke hell und dicht!
00:03:13: Er füllte das Haus mit deinem Licht.
00:03:18: Die Herrlichkeit zieht trat herein, nichts blieb als nur dein heiliges Sein.
00:03:29: Amen.".
00:03:42: Liebe Gemeinde!
00:03:44: Ja wir feiern Kantate und da steht das Singen um Gott zu loben im Mittelpunkt.
00:03:53: wenn man von dem Gottesdienst in unserem Predigt-Text hört, dann gibt es da gar keine Predigt.
00:04:01: Anstatt einer Predigt erleben Menschen die Gegenwart Gottes im Lobpreis – dass das Singen für Gott unersetzlich ist und unbedingt zum Christsein gehört war auch für Paul, der hat klar der das Lied gedichtet hat, dass wir gerade gesungen haben.
00:04:26: Ich will in herzlich loben, solange ich leben werde!
00:04:31: Gott gibt uns so viel Grund zum Loben, dass das die Grundmelodie unseres ganzen Lebens sein
00:04:40: soll.".
00:04:42: Paul Gerhardt weiß aber auch, dass Wir Menschen uns eigentlich gar nicht dazu eignen Gottwürdig zu preisen.
00:04:52: Ach, ich bin viel zu wenig!
00:04:55: Zu rühmen seinen Ruhm.
00:04:59: Daher allein ist König Ich eine Welke
00:05:04: Luhm.".
00:05:06: Aber dabei bleibt es, bleibt Pallgärt nicht stehen?
00:05:12: Er nennt einen überraschenden Grund warum wir trotz unserer Niedrigkeit Tapfer weiter singen sollen Und das führt schon mitten in unserem Predigtext.
00:05:26: Jedoch, weil ich gehöre Gentilium in sein Zelt ist es billig dass sich Meere.
00:05:37: Sein Lob vor aller Welt.
00:05:42: Ja erwartungsvoller Lobkreis!
00:05:46: Das is der erste Punkt heute.
00:05:51: hat gedichtet, dass wir trotz unserer Schwachheit Gottes Lob singen.
00:05:58: Weil wir Genzion in sein Zelt gehören – also seine Gegenwart!
00:06:06: In dem Bericht von der Tempel-Einweihung in Jerusalem, den wir im Predigtext gehört haben, da wirkt es sogar umgekehrt.
00:06:17: Gottes Gegenwart gewinnt an Raum wo sein Lob gesungen wird.
00:06:24: So wird das geistliche Singen fast zu einer Art Sakrament, zu einem Mittel um Gott zu begegnen und seine Kraft zur Erfahrung.
00:06:38: Vielleicht klingt auch hier das jetzt erst mal hochgestochen und weit weg aber was ich damit meine, das scheint mir gerade derzeit eine extrem starke Überzeugung zu sein.
00:06:57: Die Worship-Zeit ist für viele junge Christen so wichtig, dass die Theologen von der Generation Lobpreis sprechen.
00:07:10: Für die Älteren von uns Worship bedeutet im Englischen Anbetung Verehrungen oder Gottesdienst.
00:07:21: Worship bezeichnet die christliche Praxis Gott durch Musikgesang gebet und die innere Haltung zu ehren.
00:07:35: Und diese Erwartung, dass Gott spürbar da ist wo wir ihn anbeten kommt auch in vielen Liedtexten zum Ausdruck.
00:07:48: ein Beispiel das Jesus-Zentrum Wörschib.
00:07:55: Du wohnst im Lobpreis deiner Söhne, im Lobkreis deines Töchter, im Lobepreis Deiner Kinder – wir lieben Dich!
00:08:09: Was sagt uns das?
00:08:12: Wo ist Gottes Gegenwart und was hat sie mit dem Singen zu tun?
00:08:18: So komme ich zum Zweiten, Gottes
00:08:21: Herrlichkeit.".
00:08:23: Gottes Herrlichkeit!
00:08:26: Gott ist so heilig und herrlich, dass diese sterbliche und unheile Welt seine Gegenwart gar nicht ertragen kann.
00:08:36: Wenn Gott zu den Menschen kommt, muss er darum diese Herrlichkeit seinen überwältigen Lichtglanz immer verbergen.
00:08:49: Er wird sichtbar indem er sich versteckt.
00:08:53: dafür steht in unserem Text, aber auch an vielen anderen Stellen der Bibel die Wolke.
00:09:02: Sie hüllt ein, vernebelt den Blick und doch ist sie gerade so ein sichtbares Phänomen der Gegenwart
00:09:12: Gottes.".
00:09:14: Jetzt habt ihr vermutlich genauso wenig wie ich schon einmal diese Wolke Gottes mit eigenen Augen gesehen.
00:09:24: wenn wir ihrem Geheimnis und damit der Gegenwart Gottes auf die Spur kommen wollen, müssen wir also in die Bibel schauen.
00:09:35: Suchen wir doch gemeinsam die Wolke und vielleicht hören wir unterwegs auch etwas vom Lobpreis, der zu Gottes Gegenwart
00:09:44: gehört.".
00:09:46: Und so komme ich zu einem Dritten – Die Vorgeschichte der Gegenwahrt Gottes!
00:09:55: Zum ersten Mal zeigt sich Gott in einer Wolke als er sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreite.
00:10:04: Mosellis die Lade am Sinai nach der Anweisung Gottes während der Wüstenwanderung auern, sie diente als Symbol der Gegenwart Gottes.
00:10:17: Die Steintafeln mit den Zenkeboten wurden zunächst in der Bundeslade umhergetragen und mit ihr in einem zerlegbaren Zelt-Tempel der Stiftzüte aufbewahrt.
00:10:34: Die Bundeslade wurde auch auf den Wanderungen mitgeführt und später hatte sieren Platz an Standorten Silo, um die Bundesladen einen festen Platz zu geben.
00:10:52: Erst David's Sohn Salomo gab daher dann die Erlaubnis, den Tempel in der Hauptstadt zu bauen.
00:11:05: Und so komme ich zu einem vierten – Die Einweihung des Tempels.
00:11:14: Unser Predigtext nimmt uns hinein im Moment als die Bundeslade in einer großen Prozession feierlich in das neue Heiligtum gebracht wird.
00:11:27: Gott zieht ihn sein Haus in dem sein Gnadenstuhl dort aufgestellt wird.
00:11:37: Nun ist er bereit, seinem Volk zu begegnen ihre Opfer anzunehmen, ihre Gebete zu hören und ihnen zu sprechen.
00:11:49: Sofort gehört auch wieder große Lobpreismusik.
00:11:58: ganze Abteilungen von Leviten sind als Musiker beschäftigt.
00:12:04: Sie preisen Gott mit dem Bekenntnis zu seiner Güte und Barmherzigkeit, mit der er sich seinen Volk durch die Jahrhunderte immer wieder offenbart hatte.
00:12:18: Und sie singen diesen Lob nicht nur, sondern da kommt auch ein Orchester Klanggewalt zum Einsatz.
00:12:30: Zämbeln, gezupfte Seiteninstrumente und Trompeten die natürlich noch anders gebaut waren als heute.
00:12:41: aber das ist noch nicht das eigentliche Wunder des Geschehens sondern auf zwei Punkte legt der Chronist sein besonderes Augenberg.
00:12:56: Zum einen betont er das gelungene Miteinander dieser vielen Musiker.
00:13:04: Und es war als wäre es einer der Trombetete und Sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem
00:13:14: Herrn.".
00:13:17: Das ist nicht selbstverständlich!
00:13:20: Damit das wirklich zusammenklingt und eine gewaltige aber auch schöne Harmonie entsteht das eigene Spielen, das Gehörte und die Herzen zusammenstimmen.
00:13:36: Was für ein überwältigendes Glückgefühl kann das sein?
00:13:43: Egal ob man selbst aktiv mit musiziert oder nur zuhört!
00:13:50: Ich denke, dass haben die Teilnehmer dieses Einweihungsfestes unter Chronist wirklich als ein Wunderleb, also eine Wirkung des Heiligen Geistes und ein Geschenk aus Gottes Gegenwart.
00:14:08: Und ich hoffe ihr alle habt solche Momente schon erlebt und könnt sie vielleicht auch in diesem Gottesdienst erleben!
00:14:20: Gott schenkt uns gerne diese Freude und freut sich von Herzen wenn wir fröhlich singen und spielen, denn er ist ütig.
00:14:32: Und seine Barmherdigkeit wird
00:14:35: ewig.".
00:14:37: Also diese Klang-Einheit war für den Kronisten ein echtes Wunder!
00:14:47: Das zweite ist die sichtbare Gegenwart Gottes.
00:14:53: Nach langer Pause schickt Gott nimmt sichtbar Besitz von dem neuen Bauwerk und bestätigt das eindeutig für das ganze Volk, dass es sein Haus ist.
00:15:11: Aber diese Erscheinung von Gottes Herrlichkeit ist wie immer alles andere als harmlos.
00:15:20: Sie stört erst einmal den Gottesdienst – das ist aber ziemlich irritierend!
00:15:27: Denn Gott.
00:15:29: Und wenn Gott unsere Sehnsucht nach seiner Gegenwart tatsächlich erfüllt, dann steht er uns vielleicht plötzlich im Weg.
00:15:42: Er fügt sich nicht unbedingt in unsere Liturgie ein.
00:15:48: Vielleicht kommt er ganz anders als wir es erwarten und geplant haben.
00:15:57: Und so komme ich zu einem Fünften die irritierende und knedige Gegenwart Gottes in Jesus Christus.
00:16:10: Was Gott anders kommt, als Menschen es erwarten hat er am tiefsten und deutlichsten im Leben Jesu bewiesen.
00:16:19: Die Menschen damals warteten auf den Messiers.
00:16:23: Sie erwarteten einen befreienden König Einen der die Römer vertreibt Der Reicht umbringt Und mit Macht regiert.
00:16:36: Und was bekommen Sie?
00:16:39: Ein Kind in einem Stall, in einer Futterkrippe!
00:16:45: Gott kommt nicht mit Donnerhall sondern in der Schwachheit.
00:16:53: Die Gegenwart Gottes in der Welt verbirgt sich in einer schwachen menschlichen Gestalt im Leid und Kreuz ist irritierend.
00:17:09: Das ist anstößig!
00:17:11: Das ist nicht das, was wir uns unter Gott vorstellen.
00:17:17: Wir wollen einen starken Gott der unsere Probleme löst.
00:17:23: Jesus ist der Gott, der sich in unser Leid hineinbegibt.
00:17:34: Danke dein Herr, denn er ist freundlich und seine Güte werdet ewiglich.
00:17:40: Diesen Lob wärs hatte König David einst gedichtet, als er die Bundeslade nach Jerusalem holen ließ.
00:17:52: Die Bundeslada war im alten Israel das Zeichen dafür dass Gott mit seiner Güte und Freundlichkeit mitten in seinem Volk wohnt.
00:18:04: Danke dem Herrn!
00:18:06: Denn erst freundlich und seine Güte wäre es ewiglich.
00:18:10: so beten auch wir Christen zum Neutestamentlichen Gottesvolk gehören, weil Jesus unter uns ist der uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung Gottes Güte und Freundlichkeit gebracht hat.
00:18:30: Im heiligen Abendmahl ist der Herr mit seinem Leib und Blut bei uns so gegenwärtig wie Gott damals bei den Israeliten gegenwärtig war.
00:18:49: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte wäret ewiglich!
00:18:55: Wenn wir zu Gottes Lob singen und musizieren dann spüren wir Gottes Freundlichkeit und Güte ganz unmittelbar an Leib und Seele.
00:19:08: Manchmal ist es gerade so als wären wir eingehüllte in einer Wolke der Seligkeit, in eine Wolke des Gottes Nähen.
00:19:19: Dann dürfen wir uns daran erinnern wie es damals war bei der Einweihung des Tempels im Jerusalem.
00:19:29: Da wurde das Haus des Herrn erfüllt mit einer Wolche, denn die Herrlichkeit des Herrn das Haus Gottes.
00:19:44: Und wir dürfen wissen, dieselbe Herrlichkeit des Herrn ist bei uns in unseren Gottesdiensten anwesend und wo immer wir zu Gottes Lob zusammenkommen sie ist gegenwärtig im Auferstandenen Herrn Jesus Christus.
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