PREDIGT zum 8. Sonntag nach Trinitatis

Shownotes

Liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer,
der 8. Sonntag nach Trinitatis fragt nach der Antwort des Menschen auf das Handeln Gottes in seinem Leben. Diese Antwort erfordert nicht viel; es ist eigentlich ein schlichtes „Nichtverbergen” dessen, was man bekommen hat. Schwerpunkt der Texte ist aber auch das Licht, das von denen, die dem Volk Gottes angehören, ausgeht, oder an dem sie teilhaben.
‚Lebt als Kinder des Lichts!‘, werden wir Christinnen und Christen aufgefordert. Unsere Aufgabe ist es dabei nicht, Licht zu erzeugen, sondern das Licht, das wir von unserem Herrn und Heiland Jesus Christus empfangen weiterzugeben….
Bleib behütet, Pfarrerin Esther Eder

Transkript anzeigen

00:00:19: In unserem heutigen

00:00:20: Predigtext

00:00:21: finden wir im Evangelium nach Johannes, Kapitel neun, die Verse eins bis sieben.

00:00:30: Überschrieben ist sie mit der Heilung

00:00:32: eines

00:00:33: Blindgeborenen und Jesus

00:00:36: ging

00:00:36: vorüber und sah einen Menschen,

00:00:39: der

00:00:40: blind geboren war.

00:00:42: Und seine Jünger

00:00:44: fragten ihn

00:00:45: und sprachen Wer hat gesündigt dieser oder seine Eltern, dass er

00:00:54: blind geboren ist?

00:00:56: Jesus antwortete Es hat weder diese gesündigten noch seine Eltern.

00:01:03: Sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.

00:01:09: Wir müssen die Werken

00:01:11: dessen wirken

00:01:12: der mich gesandt hat.

00:01:14: solange es Tag ist Es kommt die Nacht,

00:01:19: da niemand

00:01:20: wirken kann.

00:01:22: Solange

00:01:23: ich in der Welt

00:01:24: bin, bin ich

00:01:26: das Licht der

00:01:28: Welt.".

00:01:29: Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus

00:01:36: einen

00:01:36: Brei und strich ihn auf die Augen des Blinden.

00:01:46: Das heißt übersetzt, gesandt und wasche dich.

00:01:51: Da ging er hin und wusch sich Und kam sehend wieder O Jesus!

00:02:01: Du mein wahres Licht Verlasse mich im Dunkel nicht.

00:02:07: Wasch ab, was meinen

00:02:09: Blick noch trübt

00:02:11: Damit mein Herz dich tiefer liebt.

00:02:15: Amen

00:02:18: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.

00:02:27: Amen!

00:02:57: Vielleicht war das ja nicht immer so.

00:03:01: Ich habe mal recherchiert, ich habe mir gefragt ob nicht in der Antike oder im alten Ägypten Spucke-Speichel ganz was übliches war eine Medizin ein Heilmittel und wirklich scheinen dem drei tausend sechshundert Jahre alten berühmten Papyrus Ebers heisst es Man solle die Schmerzen der Stelle eines Menschen bespucken.

00:03:36: Andere gyptische und zahlreiche antike Beispiele sind auch noch anzuführen, und während ich sie gelesen habe und gegoogelt habe, habe ich fast ein bisschen schmunzeln müssen weil wie meine Tochter, die Adina, die es drei Jahre erst so geklagt hat wir waren mitten im Wald das ihr Mückenstich so juckt.

00:04:03: Was habe ich gesagt?

00:04:05: Spucke drauf.

00:04:07: Ich weiß nicht, ob sie das auch schon kennt, aber

00:04:11: Spuckel drauf

00:04:13: hilft anscheinend.

00:04:15: Besonders wenn man nur bläst

00:04:16: auf der Kürze...

00:04:18: Ich weiß es nicht!

00:04:19: Wir haben das als Kinder mitgekriegt.

00:04:24: Dann ist mal was weiteres aufgefallen.

00:04:27: Interessant ist ja dass die Methode, die Heilungsmethode von Jesus jetzt nicht das Thema ist für die die das mitbekommen, damals in der Geschichte.

00:04:42: Die Menschen in Jesu Umgebung stößt was ganz anderes ab.

00:04:48: Sie finden etwas ganz anderes unmöglich!

00:04:53: Jesus heilt einen Menschen, der blind geboren war.

00:05:01: Dabei war es für die Menschen damals völlig klar dass diese Blindheit eine Konsequenz, eine Folge von einem Fehlverhalten war.

00:05:11: Das ist das berühmte Tun Ergehenzusammenhang.

00:05:16: Und wenn dieser Mensch schon bei der Geburt blind war, dann müssten es wahrscheinlich die Eltern gewesen sein, die so was Schlimmes getan haben, dass das quasi die Konsequenz wäre.

00:05:32: und genau das ist diese Frage, die wir gerade gehört haben, die sie Jesu stellen.

00:05:39: Wer hat da eigentlich gesündigt?

00:05:42: Dieser Mensch, dieser Blinde oder seine Eltern?

00:05:46: Wann er schon blind geboren worden war.

00:05:48: Woher kommt diese Strafe?

00:05:53: Was nicht?

00:05:54: wie es euch damit geht.

00:05:55: aber in mir krampft sie da was zusammen angesichts dieser dummen Frage dass der was dafür kindert oder seine Eltern Da möchte irgendwas rebellieren.

00:06:11: In mir ging über die Erdeutung.

00:06:14: Das ist einfach überhaupt nicht unser Welt.

00:06:17: Gott sei Dank, so geht.

00:06:21: Aber da ist dann noch was anderes in mir?

00:06:24: Es geht in eine andere Richtung!

00:06:27: Es steckt schon tief drinnen dieses Denken, wann's dem schlechtgeht, wann der so krank is', da muss irgendwas nicht passen.

00:06:42: Der findet schon solange ein Ohrwort nicht... Da ist es sicher selber schuld, er sollte ja bisschen mehr bemühen.

00:06:50: Wann der der Partner weglauft, auf Tod sie sicher irgendwas falsch gemacht.

00:06:56: Da ist sicher bis sie auch selber schüttet!

00:07:01: Ich schreck mich selber vor diesen Gedanken.

00:07:04: aber horch zu mal in euch hinein.

00:07:07: solche Gedanken kommen die sind ganz tief verwurzelt in uns obwohl wir als Christinnen und Christen eigentlich anders denken sollten.

00:07:22: was jetzt Jesus tut.

00:07:24: er stellt sich ganz radikal gegen dieses Denken.

00:07:29: Er widerspricht den Jüngern klar und deutlich, eigentlich parigiert er vor der Einfachfuld rüber.

00:07:37: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern.

00:07:41: Punkt!

00:07:42: Merkt senkt es?

00:07:45: Sondern es sollen die Werke offenbar werden an ihm.

00:07:52: Klingt jetzt ein bisschen pathetisch, ein bissel hochtrabend aber so ist es gemeint wo Krankheit ist, wo Schmerzen sind.

00:08:05: Auswechslosigkeit leidt Verzweiflung trauer ins unermessliche Wachsen.

00:08:11: Genau da will Gott hineinwirken.

00:08:14: Achtung!

00:08:15: Nicht immer so wie wir es gerne hätten.

00:08:19: Es kommt nicht immer prompt die Heilung aber wenn wir uns öffnen in dieser Not dann wirkt Gott.

00:08:28: Gott will dahin, wo wir Wundepunkte haben.

00:08:35: Er möchte die Finger auf diese Wunder legen, Auf dieser blinden Flecke.

00:08:42: Gott will genau da in unserem Leben wirken, wo es unrund ist, Wo was ständig reibt, aufreibt.

00:08:52: Leere Hoffnungsoßigkeit unmacht Will Gott füllen.

00:08:57: Das ist unser Gott!

00:09:00: Er will dahinein wirken wo's wund is oder wo was hortwarnis Wo was gegen unser Leben ist.

00:09:12: Wo was im Weg steht, das uns verletzt immer wieder.

00:09:20: Dort wo sich Menschen von denen die Schwere sehr tragen müssen abwenden – da ist Gottesstelle!

00:09:30: Da ist Gott sein Platz.

00:09:34: Direkt am Krankenbett direkt in der Not im Yamathal.

00:09:40: Wie oft habe ich das schon hören dürfen Im Gespräch, das er gesagt hat.

00:09:46: Es war richtig hart!

00:09:48: Ich war ganz unten aber ich war nie alleine.

00:09:53: Gott war genau da bei mir.

00:09:55: Ich habe es gespürt.

00:09:58: Das war der Wendepunkt Und genauso ist in unserer Heilungsgeschichte In unserem Predigtext dieser blind geborene Mensch dem is Jesus nicht egal.

00:10:12: Jesus geht auf ihn zu Gott wendet sich ihm zu Und an ihm zeigt Jesus seine Herrlichkeit, indem er ihn heilt.

00:10:26: Die konkrete Heilung dass der Blinder wieder sehen kann ist bewegend, anrührend genug.

00:10:34: Aber die Geschichte geht dann weiter über diese sieben Verse also ihr könnt gerne daheim weiterlesen.

00:10:43: vierzig Versesans in denen dieser Geschichte ganz ausführlich erzählt wird.

00:10:50: Da kommt ihn Fragestellung der Heilungen durch die Pharisäer, da werden sogar die Eltern des Gehaltenen verhört.

00:10:57: Dort wird er ehemals blindes selber befragt und ganz am Ende begegnet dann noch einmal Jesus dieser Gehalte und bekennt sich zu ihm als Menschensohn.

00:11:14: Er erkennt etwas.

00:11:16: nicht nur dass es sirkt, sondern auch im übertragenen Sinne Im ganzen Johannes-Evangelium wird keine Geschichte so ausführlich erzählt, von allen Seiten beleuchtet.

00:11:34: Das heißt da muss was ganz Wichtiges an dieser Geschichte sein dass wir bis heute von Blindheit geheilt werden.

00:11:46: im übertragenen Sinne.

00:11:48: auch das Wir sehen lernen ist Johannes is Jesus ganz ganz wichtig Damit wir dann richtig handeln können in unserem Leben.

00:12:00: Damit wir reflektieren können, ein Gotteslicht in unserem leben reflektiert und weitergeben.

00:12:08: Da ist ganz was Wichtiges!

00:12:11: Und nur größere Dimension der Geschichte von der Heilung eines Blinden die benennt Johannes Geich in dem ersten Versen.

00:12:20: So lange ich sagt Jesus in der Welt bin Bin Ich das Licht der Welt.

00:12:30: Jesus kann heilen.

00:12:33: Es zeigt den hellen Schein, den er in die Welt bringt.

00:12:40: aber Jesus geht dann am Ende auch in den Tod.

00:12:48: das Licht erlischt zuerst einmal nur um dann ewig scheinen zu können uns in unser Leben scheinen to können und es ist jetzt an uns Christinnen und Christen Gottes Liebe Gottes Willen, Gottes Menschenbild zu reflektieren und zu wirken auf dieser Erde.

00:13:15: Das sind die Früchte!

00:13:17: Gott schenkt uns so viel im Leben in schweren und schönen Zeiten und das was wir nur tun müssen ist, uns in dieses Licht stellen und reflektierend und der Rest kommt von alleine.

00:13:30: Die Gerechtigkeit, die Sehnsucht noch Frieden, dieses Aussöhnen euch.

00:13:36: das kommt von selbst.

00:13:41: Geht in alle Welt und erzählt mein

00:13:45: Evangelium.".

00:13:46: Das ist der Auftrag, den wir haben!

00:13:52: Ihr Alle, Wir Alle sind Licht in dieser Welt.

00:13:58: Dem Auftrag zu leuchten und unser Licht nicht unter den Schäfeln zu stellen, geheilt von unserer Blindheit so sollen wir durchs Leben gehen.

00:14:12: Immer wieder uns ausstrecken nach Gottes Licht, Gott möchte uns heilen von unseren blinden Flecken und von allem das was man nicht sehen oder wo wir selber irgendwo verhärtet sind.

00:14:24: Und nur so können wir uns in den Dienst stellen für Gottes Reich hier auf dieser Welt.

00:14:32: Die wünsche uns der Mut und die Offenheit und auch die Kraft des immer wieder zu tun uns Gottes Licht auszusetzen, damit wir strahlen können.

00:14:43: Amen.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.