REDIGT zum 9. So. n. Trinitatis
Shownotes
Liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer,
wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein – wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden. Paulus erscheint die Herrlichkeit Gottes, er tut einen Blick in den himmlischen Thronsaal und er erkennt, dass auf dem Thron Jesus Christus sitzt. Das führt ihn dazu, das Alte Testament noch einmal neu zu lesen. Nicht nur der Geist, sondern auch Christus begegnet als Herrlichkeit Gottes und verleiht denen, die an ihn glauben, Herrlichkeit, wie Paulus es den Kolossern schreibt: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Weil Paulus den verherrlichten Christus erkennt, wird er zum Bekenner Christi und Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird. Nur wer etwas riskiert, sich ganz auf das Wagnis mit Jesus Christus einlässt, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, der wird letztlich reich dastehen. Was für ein Widerspruch: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dem sein Lebenshaus steht auf festem und sicherem Grund.
Gott befohlen, Franz Scheuchl
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00:00:11: die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes.
00:00:17: Und die Gemeinschaft des Seilingeistes sei mit Euch
00:00:22: allen.".
00:00:25: Unser heutiger Predigtext steht geschrieben im Buch des Jeremir, im ersten Kapitel Diverse vier bis zehn.
00:00:46: Ich kannte Dich, ehe ich Dich im Mutterleibe bereitete und sonderte Dich aus, ehet du von der Mutter geboren wurdest.
00:00:59: Und bestellte DICH zum Propheten für die Völker.
00:01:05: Ich aber sprach, ach Herr!
00:01:08: Herr!
00:01:09: Ich tauge nicht zu predigen, denn ich bin zu jung.
00:01:14: Der Herr sprach aber zu mir, sage nicht ich bin zu jung.
00:01:20: Sondern du sollst gehen
00:01:22: wohin
00:01:23: ich dich sende und predigen
00:01:26: alles
00:01:27: was sich dir gebiete.
00:01:30: Fürchter dich nicht vor ihnen denn ich bin bei dir Und will dich
00:01:36: er retten
00:01:37: spricht der Herr.
00:01:39: Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte
00:01:43: meinen
00:01:43: Mund an und sprach zu mir, Ziehe!
00:01:49: Ich lege meine Worte in deinen Mund.
00:01:53: Ziehe ich setze dich heute über Völker- und Königreiche, dass du ausreißen und einreiß'n zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.
00:02:13: Du sprichst hab
00:02:14: keine Angst
00:02:15: vor Not Ich bin bei dir, spricht unser Gott.
00:02:21: So sende
00:02:21: mich
00:02:22: wohin du willst, weil Du mein Herz mit Mut erfüllst.
00:02:29: Amen.".
00:02:36: Liebe Gemeinde!
00:02:39: Historisch lebt Jeremiah in einer Zeit, in der die Macht des asyrischen Weltreichs dem Zerfall entgegengeht.
00:02:53: Gleichzeitig steigen neue Weltmächte auf, Babylonien, Medien und Ägypten.
00:03:05: Und so komme ich zum ersten Punkt – Gott beruft zum Dienst und befegt durch sein Wort!
00:03:24: mit einem einzelnen Menschen redet, bleibt ein Geheimnis.
00:03:31: Aber als Gott zu Jeremiah spricht weiß er das ist unverwechselbar das Wort des Herrn.
00:03:42: Bevor Jeremiah überzeugt wurde war er in den Gedanken Gottes schon da.
00:03:50: wie Gott das Weltall schafft und das Licht so schaffte er auch den Geist im Menschen.
00:04:01: Gott hat Jeremir schon vor seiner Geburt zum Propheten für die Völker bestimmt, aber Gottes Anrede ruft das Heilige erschrecken und ein Widerspruch Jeremirs
00:04:19: hervor.".
00:04:21: Das ist anders als bei Jesaja der sagte Hier bin ich, sende mich.
00:04:30: Jeremia erschrickt vor der Größe der Aufgabe.
00:04:36: Einige Unfähigkeit und Unerfahrenheit stehen plötzlich erdrückend vor
00:04:45: ihnen.".
00:04:47: Aber Gott lässt keinen Widerspruch gelten!
00:04:51: Er fordert Gehorsam.
00:04:55: Gott entkräftet Die Argumente des Jeremier nicht.
00:05:01: Gott sieht die heimliche Furcht seines Dieners und weiß, dass es Feinschaft und Kampf geben wird.
00:05:11: Darum verspricht Gott Jeremir mit ihm zu sein, ihn aus Nöten zu befreien und zu retten!
00:05:22: Und zum Wort der Verheißung kommt ein für JeremIR spürbares Zeichen.
00:05:32: Der Hand, der Herr, er streckte seine Hand aus und rührte meinen
00:05:39: Mund.".
00:05:42: Gott gibt selber sein Wort!
00:05:46: Die Autorität des Propheten ist nicht in seiner Person sondern in der Sendung durch Gott begründet – in Gottes Gegenwart.
00:06:02: Die letzte Verantwortung für Ihre Mier, das Dienst übernimmt Gott selber.
00:06:09: Heute setzt Gott ihn ein über Völker und Königreiche!
00:06:18: Die prophetische Botschaft muss Königreicher und Völkern zum Verhängnis werden wenn sie von ihnen abgelandt wird nachdem Sie sie vernommen haben.
00:06:33: Aber wo der Widerstand gegen Gott überwunden wird, will Gott neu aufbauen.
00:06:41: Und so komme ich zum Zweiten als rote Gottes in einer chaotischen Welt eine Welt im Unbruch.
00:07:01: die Mäder und Kaldäer betreten die Bühne der Weltpolitik.
00:07:07: Das asyrische Reich geht unter, Ägypten will Weltmacht Nummer eins werden.
00:07:16: Judah wird dem Machtbereich Ägyptens
00:07:21: angegliedet.".
00:07:23: Die Menschen in Jude erleben diese ungeheure Veränderung ohne die Signale Gottes zu verstehen.
00:07:34: Alle ethnischen und religiösen Werte zerfallen, die gesellschaftlichen Verhältnisse nehmen chaotische Züge an.
00:07:44: Sie gieren alle nach unrechten Gewinn!
00:07:49: Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um, lesen wir dann später im Jahremier sechs.
00:07:58: Und ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und lauft neun fremden Göttern nach, wird auch später in ihre Mia erwähnt.
00:08:12: Und sie haben sich daran gewöhnt dass einer den anderen
00:08:19: betrügt.".
00:08:22: Auch so geht es weiter!
00:08:24: Die Priester lesen die Torer rollen und pflegenden Opferkult ohne selber von Gottes Wort ergriffen zu sein.
00:08:35: Propheten gab es genug, aber sie verkündeten nicht Gottes Wort sondern urteilten nach dem Willen des Volkes.
00:08:45: Ich denke Jeremiah könnte das auch heute ganz genau so darstellen wie sich die Geschichte doch wiederholt und Gott greift in das Leben Jeremias ein indem er zu ihm spricht.
00:09:06: So macht Gottes bis heute, wenn er einen Menschen berufen will.
00:09:13: Aber zur persönlichen Begegnung mit Gott kommt es nur dort wo uns Gottes Wort erreicht und der heilige Geist es lebendig macht.
00:09:24: Gott hat seinen Plan von langer Hand vorbereitet!
00:09:29: Er beschlagnahmt das Leben Jeremias für sich weil in einer gerichtsreifen Welt, die Menschen zur Umkehr rufen will.
00:09:44: Wenn Gott einen Menschen in seinen Dienst ruft, tritt die natürliche Unfähigkeit für einen solchen Dienst zu Tage!
00:09:54: Die Frage drängt sich auf Wer ist dazu geeignet?
00:10:01: Aber Gott erwählt gerade das Schwache und Geringe.
00:10:07: Gideon und David sind auch bei ihrer Berufung die schwächsten Glieder im Familienverband.
00:10:17: Und Gott stärkt den Glauben seiner Booten, er gibt Jeremir das Versprechen immer bei ihm zu sein, ihm in der Gefahr beizustehen – und er gibt ihm ein Zeichen!
00:10:33: Er rührt mit seiner Hand Jeremirs Mund an Gottes Wort und das von Gott gegebene Zeichen sind die notwendige, geistliche Ausrüstung für den Bodendienst im Namen Gottes.
00:10:51: So komme ich zum Dritten und zum Letzten.
00:11:09: Wie heute?
00:11:11: Tag für Tag überfluten uns neue aufregende Nachrichten.
00:11:16: Es wird uns kaum noch bewusst, welche weltweiten politischen und gesellschaftlichen Veränderungen sich in der Gegenwart vollziehen.
00:11:29: Seit Covid ist unsere Welt ganz anders geworden als sie in den vorausgegangenen Jahren war – so weiß in der Zeitjahre Meers auch.
00:11:43: Innerhalb von zehn Jahren veränderten sich die politischen und militärische Machtverhältnisse im Orient damals total, und im eigenen Land erlebte der Prophet den Zerbruch.
00:12:01: der göttliche Maßstäbe – alle ethischen Grundwerte wurden infrage gestellt!
00:12:10: Was Jeremier damals als Vorwurf erhob, gilt weitgehend auch heute in unserer Welt.
00:12:20: Ihr seid Diebe, Mörder, E-Bricher – alle gieren nach unrechten Gewinn!
00:12:26: Sie haben sich daran gewöhnt, dass einer den anderen betrügt.
00:12:31: Ihr lauft fremden Göttern nach.
00:12:35: Die Kriminalität wächst an.
00:12:38: E-Scheidungen gelten als statistischer Normalfall.
00:12:44: Und der Pluralismus in Theologie und Kirche führt zur Orientierungslosigkeit vieler Menschen in wichtigen Lebensfragen, das alles ist Gott nicht gleichgültig!
00:13:02: Er hat damals Jeremia zu seinen Booten gemacht um die Menschen im Juden zur Umkehr zu rufen.
00:13:10: Heute will Gott uns in seinen Dienst rufen, damit wir durch unser Leben mit Tat und Wort Menschen von ihrem selbstzerstörerischen Tun zurückhalten.
00:13:28: Und ihnen den Weg der Umkehr in Jesus Christus zeigen!
00:13:34: Wenn Gott beruft, dann spricht er durch sein Wort persönlich an – das kann im Gottesdienst oder beim Bibelgespräch in einem Hauskreis geschehen, beim persönlichen Lesen der Bibel oder im stillen Gebet.
00:13:57: Wir können Gottesreden nicht erzwingen aber wenn Gott zu uns redet und uns ruft merken wir das heute deutlich so wäre mir.
00:14:09: Gott hat einen Lebensplan für uns duldet sogar Widerspruch, aber er wirbt um Vertrauen und Gehorsam.
00:14:20: Wenn Gott einen Menschen durch sein Wort anspricht, dann erschrickt er vor sich selbst seiner eigenen Sündhaftigkeit der Unfähigkeit Gott zu dienen und vor der Größe des Auftrags.
00:14:36: Die Gründe die wir immer wieder gegen Gottes Berufung haben sind groß!
00:14:42: Aber daher lässt sie nicht gelten.
00:14:46: Gerade eine Menschen dessen Selbstsicherheit zerbrochen ist, spricht er das Wort fürchte dich nicht zu und erstreckt seine Hand aus und rührt seinen Mund
00:15:04: an.".
00:15:06: Wir sind Botschafter am Christi Stadt!
00:15:11: Jesus Christus hat seinen Jüngen keinen leichten Weg der Nachfolge versprochen, aber er hat seine Gegenwart zugesagt und das große Ziel einer Wiederkunft vor Augen gestellt.
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