PREDIGT zum 13. Sonntag nach TRINITATIS
Shownotes
Liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer,
heute geht es um Gottes Liebe. Die Liebe Gottes ist vollkommen. Paulus schreibt über sie, in 1.Kor.13. zum Beispiel. Als Christinnen und Christen sollten und wollen wir dieser Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus gezeigt und vorgelebt wurde, eigentlich nachfolgen, aber das ist nicht so einfach.
Trotz all unserer Unterschiedlichkeiten, Schwächen und Fehlern haben wir Christinnen und Christen einen Vorteil: wir dürfen uns die Kraft, den Mut und die Empathie für Versöhnung und Neuanfänge in den Beziehungen, die wir pflegen schenken lassen, und zwar von dem, der Liebe ist: Gott, unserem Herrn.
Ich wünsche uns Durchhaltevermögen, Wachstum in Demut und Zusammenhalt, ich wünsche uns echte, wertschätzende Gemeinschaft, immer wieder.
Bleib behütet, Pfarrerin Esther Eder
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00:00:15: Ich lese aus der Apostelgeschichte, Kapitel
00:00:18: sechs
00:00:19: die Verse
00:00:20: eins
00:00:21: bis sieben.
00:00:22: Überschrieben mit
00:00:24: Die Wahl der Sieben
00:00:26: Diakone.
00:00:28: In diesen Tagen aber
00:00:30: als
00:00:30: die Zahl
00:00:31: der Jünger zunahm
00:00:33: erhob sich ein Muren unter den griechischen
00:00:37: Juden
00:00:38: in der Gemeinde gegen die Hebräische weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung.
00:00:49: Da riefen die zwölf, Die Menge der Jünger zusammen und sprachen Es ist nicht recht dass wir das Wort Gottes vernachlässigen Und zu Tische dingen.
00:01:02: Darum liebe Brüder seht
00:01:04: euch um Nach sieben Männern
00:01:08: in eurer Mitte Die einen guten Ruf haben und voll Geistes- und Weisheit sind.
00:01:15: Die wollen
00:01:16: wir bestellen zu diesem Dienst.
00:01:20: Wir aber wollen ganz
00:01:21: beim Gebet
00:01:23: und beim Dienst des Wortes bleiben, und die Rede gefüllt der ganzen Menge gut!
00:01:30: Und sie wählten Stefanus –
00:01:33: einen
00:01:33: Mann voll Glaubens- und Heiligengeistes, und Philippus, und Prochorus, und Niccanoa und Timon, und Parmenas und Nikolaus im Rosaliten aus Antiochia.
00:01:48: Diese stellten sie vor die Apostel, die beteten und legten
00:01:55: ihnen
00:01:56: die Hände auf.
00:01:57: Und das Wort Gottes breitete sich aus – und die Zahl
00:02:02: der Jünger
00:02:03: wurde sehr groß in Jerusalem!
00:02:07: Es wurden auch viele Priester dem Glauben
00:02:11: gehorsam.".
00:02:15: Mache uns mutig und stark.
00:02:17: Du bist bei uns, wo immer wir gehen!
00:02:22: Amen.
00:02:34: Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
00:02:50: Seit es die Kirche gibt hat man sich über sie aufgeregt.
00:02:57: Wieso?
00:02:57: Weil Jeden, der auf diese Gemeinschaft schaut, egal welches Jahr.
00:03:03: wir haben bemerkt den Unterschied zwischen Christus und seinen Christinnen und Christen.
00:03:11: Dieser Unterschied ist sehr oft richtig eklatant.
00:03:17: von den ersten Aufregungen der jungen Christenheit berichtet der heutige Predigtext Wir haben das schon in der Bibel dass Leute sagen da passt was nicht Zwischen den Zeilen steht da in der Bostelgeschichte alles, was wir wissen müssen damit uns die Kirche in Zukunft nicht mehr Anlass zu Empörungen bietet.
00:03:49: Zumindest in der Theorie.
00:03:54: Da lesen oder da haben wir gerade gehört vor dem das die Zahl der Jüngerinnen und Jüngern zugenommen hat und dass die Kirche, die Gemeinschaft gewachsen ist.
00:04:08: Es sind immer mehr Waren!
00:04:11: Und genau das hat da ein Problem gemacht.
00:04:19: Im Vergleich zu heute denke ich mir, was bilden wir uns im XXI.
00:04:26: Jahrhundert eigentlich ein?
00:04:28: Wenn wir immer betonen es sei so schwierig wenn die Gemeinden kleiner werden.
00:04:36: Stimmt dies
00:04:37: überhaupt?!
00:04:39: Ich glaube Niemals in der Geschichte waren so viele Menschen freiwillig in der Kirchengemeinde.
00:04:50: Danke für alle, die sich einbringen und engagieren!
00:04:57: Es hat ja viel Zeit gegeben früher, hat sie sich einfach kehrt, dass man da war.
00:05:05: Da war ganz viel Druck und Zwang.
00:05:08: Wer jetzt dabei ist?
00:05:11: Der hat sich etwas dabei gedacht... Wer sich weltweit heute zu den Christinnen und Christen zählt, da muss ich auch etwas dabei denken.
00:05:24: Und inzwischen wieder mancherorts schweres Leiden.
00:05:29: Achtzig Prozent der derzeit um ihres Glaubenswillen verfolgten San-Glaubensgeschwister Christianin und Christener.
00:05:40: Wer damals zur Zeit wo Luca schreibt kam in der Gemeinde, in der Kirche mitmachte.
00:05:50: Der hat sich auch etwas dabei gedacht.
00:05:54: Sie sind mehr geworden aber damit auch vom Rest der Welt mehr oder weniger Verlachte oder Verachtete.
00:06:07: Jetzt passiert was?
00:06:09: Es kommen immer mehr, das schafft Probleme.
00:06:12: Wir lesen wir hören es erhobt sich ein Murren und da habe ich mir gedacht typisch Das kennen wir doch auch.
00:06:24: Konflikte in unserer Kirchengemeinde brechen in der Regel nicht einfach so aus, sondern murren sich so langsam ins allgemeinsame Bewusstsein.
00:06:37: Das brodelt und irgendwann nochmal eintropfen ist zu viel!
00:06:42: Das kennen wir bis heute irgendwie gleich... Was ist jetzt das Problem?
00:06:53: Wir lesen von griechischen Juden gegen hebräische Juden.
00:07:01: Da kennen wir jetzt nicht so mit wobei ich glaube, Wir können es uns gut vorstellen!
00:07:10: Wir haben heute evangelisch gegen katholisch, großau gegen röspel oder größern land gegen stadt.
00:07:21: dosige ging.
00:07:22: fremde ist spannend oder überreu muss sich menschen begegnen gibt es Ganz schnell die einen und die anderen.
00:07:36: Es sind ganz oft so winzige kulturelle Unterschiede, in der Sprache zum Beispiel... Und dann ist ganz gleich
00:07:46: wir
00:07:46: hier die da!
00:07:49: Die einen hören Schlagermusik, die anderen fiel es aber auf gar keinen Fallschlager.
00:07:55: Die einen fahren uns mehr in den Urlaub, die Anderen viel lieber in dem Berg, in die Berge Und wieder andere verreisen gar nicht, weil sie das Geld nicht dazu haben.
00:08:08: Die einen die anderen.
00:08:10: Griechische Juden, Muren gegen Hebräische Judens sind einander so ähnlich.
00:08:16: Sie sind eine Gemeinschaft aber nahe sind es sie nicht.
00:08:21: Niedermorgen dieser neuen frisch gegründeten Gemeinde.
00:08:28: Schau da gibt's die Einen und die Anderen.
00:08:33: Das stimmt mir nachdenklich.
00:08:37: Der Lukas, der begründet ist aber jetzt.
00:08:41: Wir haben gehört die einen gegen die anderen weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung.
00:08:50: Darauf legt er Lukas ,der so friedliebend und harmoniebedürftig ist wirklich wert.
00:08:57: das an guten Grund gibt Nirmtort böse Absichten schon gar nicht in einer jungen christlichen Gemeinde.
00:09:07: Und im Lukas ist es doch ganz ernst.
00:09:10: Er ist einfach geliesst, der dieses Gleichnismen beim herzigen Samarit als Einziger drinnen hat.
00:09:16: Weil es ihm so wichtig ist, dass wir alle auf alle Menschen schauen sollen, dass da keine Unterschiede gibt, dass es eine Menschenwürde gibt, das jeder das Recht hat geholfen zu werden.
00:09:33: Na wirklich?
00:09:33: Es war damals die Witwen ... Die griechischstämmigen Witwen sind übersehen worden!
00:09:42: Das passiert uns bis heute.
00:09:46: Dass Menschen enttäuscht werden, sich abwenden – auch von unserer Kirchengemeinde und unserer Kirche.
00:09:55: Und meistens geht es darum dass keine Lobby haben.
00:09:59: Dass sie nicht gehört werden!
00:10:03: Dass der Nerv ist, der sie für See einsitzt ihre Sache voran bringt.
00:10:11: Übersehen konnte man die griechischen Witwen zuerst einmal noch aber Überhören hat man dann dieses Muren darüber nicht mehr gekonnt.
00:10:20: Gott sei Dank!
00:10:22: Die Ohren kommen den Augen zur Hilfe und Hilfe kommt nun in den Blick.
00:10:31: Es muss eine Lösung her, die Lösung ist Seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte Heutzutage würden wir jetzt zuerst Anstoß nehmen dass das nur männerseindige Fragzahn.
00:10:46: Das wurde auch in der Kirchengeschichte oft beklagt.
00:10:50: Aber das Problem liegt tiefer.
00:10:55: Es geht nicht nur um Gleichberechtigung von Männer und Frauen, und ihr habt mich gefragt wie hätte denn Jesus selbst reagiert, um dieses Problem zu lösen?
00:11:10: Und ich stimme vor, Jesus hätte den Witwen selber zugetraut dass er sich organisieren, dass sie dies regeln, wie Sie aufeinanderschauen.
00:11:23: Er hat wahrscheinlich die damals besonders rechtlosen Frauen in Ämter und Würden gebracht, und sie ermutigt sich selber zu helfen.
00:11:33: Selber zu erkennen wie und was hilfreich für Sie ist.
00:11:40: Die Jünger sind schon wieder in ihrer Zeit gefangen Und ich weiß dass das sehr überheblich klingt weil wir jetzt eine Demokratie haben und Männern und Frauen gleich sein und so, also zumindest in der Theorie.
00:11:53: aber Damals war die Zeit eine ganz andere.
00:12:00: Und Jesus war seinerzeit himmelweit voraus, die Jünger bringen das Nirma übers Herz.
00:12:10: Da haben sie irgendwie zu viel Zeitgeist!
00:12:15: Sie sagen es braucht sieben Männer, die das regeln.
00:12:22: Die Jüngern waren ja lange mit Jesus unterwegs und so haben sie auch einiges von ihm gelernt.
00:12:30: Sie sagen sieben Männer müssen sein.
00:12:33: Sieben ist genug.
00:12:38: Die sieben kennen wir ja, ist eine bedeutende Zahl.
00:12:44: Die verbindet die göttliche drei mit der irdischen vier.
00:12:49: Wir glauben an den drei einigen Gott und haben vier Himmelsrichtungen auf Erden.
00:12:57: Himmlisches und irdisches gibt zusammen etwas Größeres.
00:13:02: Drei- und vier gibt sieben.
00:13:07: in Menschen gedenken, schon oft bewähren müssen.
00:13:11: Beim Siebenkampf um den sieben Weltwundern – schon in der Antike auf den siebem Weltmeeren bei dem sieben Zwergen hinter den siebeln Bergen.
00:13:19: es gibt siebetugenden, sieben Laster, siebn Todsünden und sieben Sakramente zumindest in der katholischen Schwesternkirche.
00:13:27: Es sind sieben Worte Jesu am Kreuz, siebene Wunder im Johannes Evangelium, siebe Werke der Barmherzigkeit sind zu tun.
00:13:35: von uns.
00:13:36: Es gibt ein Buch mit sieben Siegeln und wir packen unsere sieben Sachen.
00:13:43: Sieben Streichle von Marx und Moritz, Und das Vater unser Mit sieben Bitten.
00:13:50: Ja jetzt werden sieben Armenpfleger gesucht und eingesetzt.
00:13:57: Vielleicht ist da ganz eine praktische Überlegung die dahinter steht.
00:14:03: Die zwölf Jünger haben im Streitfall Jetzt, wo Jesus weg war, da waren sie dreizehn.
00:14:11: Jetzt sind es wieder zwölf nicht mit Nachwahl vom Judas und wenn Sie gestritten haben konnte es passieren dass sechs gegen sechs vor also eine gerade Zahl und dann unentscheidbar unentschieden vielleicht deswegen eine ungerade Zahl.
00:14:34: Sie haben also gewählt Stefanus seinem Mann vollglaubens- und heiligen Geistes, Philippus, Prochorus, Nicanor und Timon.
00:14:44: Und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen aus Antiocha.
00:14:50: Es gibt ganz viele Studien was diese Namen aussagen.
00:14:57: Namensprechen meistens Bände aber das würde jetzt den Rahmen entspringen.
00:15:04: auf jeden Fall haben diese sieben Männer in die erste Reihe gehört nach ganz vielen Menschen, die einverstanden waren in die erste Reihe wenn es ums Dienen gehört und geht.
00:15:19: Sieben Männer um die Armut vor Ort gerade nicht zu übersehen sondern zu überblicken wo Hilfe dringend nötig ist und wie Gerechtigkeit annähernd herbeigeführt werden kann.
00:15:32: Die Bekämpfung der Armut war unter den ersten Christinnen und Christen eine wichtige und wesentliche Aufgabe.
00:15:39: Bis heute ist es so geblieben.
00:15:42: Es sollte uns ein Anliegen sein, dass wir einen Blick darauf haben, wer am Rande der Gesellschaft steht.
00:15:50: Dass man genau die hineinnehmen.
00:15:53: Das wird das was wir geschenkt bekommen teilen wenn wir zu viel haben.
00:15:58: Gott schenkt uns das.
00:16:00: Dass wir aus der Gewissheit versorgt sind und werden, dass Wir beschenkt sind mit seinem Segen Und auch alles was wir brauchen.
00:16:10: Das macht uns freigebig, weil wir nichts festhalten wollen.
00:16:14: Weil wir wissen dass Gott mit uns ist.
00:16:18: Das ist eine Gnade und ein Geschenk, wo man nicht die ganze Zeit auf alles sitzt und festhält was man hat.
00:16:26: Weil da ist ganz viel Angst dahinter!
00:16:29: Und als Christinnen und Christen in Gottes Liebe haben wir die Freiheit zu teilen.
00:16:35: Seine Liebe sowieso, weil sie wird immer mehr je mehr man sie teilt Und alles was wir haben auch.
00:16:42: Nicht weil man müssen, sondern weil wir in dieser Gewissheit und Sicherheit sind das Gott versorgt und gibt, was wir brauchen.
00:16:51: So!
00:16:52: Jetzt kommt eigentlich nur die spannendste und ein bisschen unser... ich sage jetzt nicht hausebungen aber vielleicht etwas dass wir wieder ein bisschen mehr den Mittelpunkt drücken sollten Auch als Gemeinschaft.
00:17:08: Jetzt wird gewählt Und nach der Wahl wird gebetet.
00:17:16: Sieben Männer stellen sich vor der Apostel und die beteten und legten die Hände auf sie.
00:17:23: Das ist ein ganz besonderer Moment!
00:17:26: Ich bin froh, dass das das erste ist und Lukas das so betont.
00:17:31: Es wird nicht gleich losgelegt, es wird nicht sofort ein Vorsitzender gewählt und eine Sitzung abgehalten unmittelbar geleistet und organisiert, und es werden keine Regelungen erlassen und Formulare geschaffen.
00:17:47: Das ist dann auch alles – und das ist auch wichtig!
00:17:50: Aber vor all dem steht Gebet.
00:17:54: Und ich glaube, das ist das Geheimnis.
00:17:57: Weil wie sollen wir normale Menschen Christinnen und Christen in Gottes liebe Leben und miteinander umgehen?
00:18:07: Wenn wir nicht aus Gottes Liebe leben Aus uns kämmt es nicht.
00:18:14: Es kommt aus der Quelle, aus die Quelle der Liebe.
00:18:18: Gott ist die Liebe.
00:18:23: Und seine Liebe ist für uns jeden Morgen neu da!
00:18:29: In seiner Liebe haben wir die Großzügigkeit, die Demut, die Freiheit, die Kraft und den Mut liebend zu leben weil der, der drauf schaut
00:18:48: Gott selbst ist.
00:18:49: Weil nicht irgendeine Gesellschaft, irgendein Druck, wer auch immer ältester oder sonst irgendwer da stellt mit den erhobenen Zeigefinger das kehrt sich aber so.
00:19:00: Sondern weil Gott sagt Schau!
00:19:01: Da ist mehr als Knack!
00:19:02: Da lebt es doch in der Freiheit.
00:19:06: Ich gebe euch die Kraft.
00:19:10: Ich wünsche uns dies.
00:19:12: Dass wir das gebet also diese Rücksprache dass wir dies wieder forcieren, weil nur so kann das Miteinander gelingen und nur so können Christus und wir seine Christinnen und Christen da kann der Unterschied weniger werden auch schon jetzt auf der Erde.
00:19:33: Jetzt und heute auf dieser Welt wird uns nie gelingen ganz so zu leben wie Gottes will aber annähern dürfen wir uns jeden Tag neu.
00:19:46: Amen.
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